Schlagwort: Wale

Leiden die Wale? Oder werden sie ausgelöscht?

Nur noch sehr ignorante und dumme Zeitungsleser und Nachrichtenhörer glauben das Märchen von den unbekannten Gründen, wenn wieder einmal viele Tiere desorientiert stranden und elend verenden. Es ist inzwischen gesichertes Wissen, daß die Ursache im Lärm zu suchen sei. Sei es Lärm von Schiffen, Handels-. wie Kriegs-Schiffen, aber eben auch Lärm von Windturbinen.

(Siehe auch dieser Beitrag aus dem Jahr 2009)

Je mehr Windturbinen offshore gebaut werden, desto größer wird die Gefahr. Der Grund dafür liegt aber nicht in der Technik, sondern wieder einmal (ja, dies ist ein moralisches Urteil) in der Profitgier des Menschen.

Sicherlich gibt es Lärmgrenzwerte, die von den Anlagen eingehalten werden müssen.
Aber: sie werden nicht eingehalten.

Rund 1800 Windturbinen sollen bis 2020 in den deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee gebaut werden und da die großen Energiekonzerne diese Anlagen bauen, kann ich wohl mit Fug und Recht sagen, daß diese Bauten rücksichtslos und schonungslos durchgeführt werden.

Nur eine starke rechtliche Kontrolle, von der Politik gewollt, kann da gegensteuern. Kann auf Einhalten der Gesetze achten.

Aber:

Nicht nur die Betreiberfirma steckt in einem Konflikt, sondern auch die Genehmigungsbehörde, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg (BSH). Einerseits ist da der Grenzwert für die Wale, den weder die Firma, noch das Amt ignorieren können. Andererseits sagt BSH-Jurist Christian Dahlke: "Einen Stand der Technik für effektive Maßnahmen zur Lärmminderung bei Offshore-Rammungen gibt es noch nicht."

So steht es im Spiegel.

Was wäre da die richtige Konsequenz? Nicht genehmigen bevor die Technik ausgereift ist. Aber nein. Gebaut wird trotzdem.

Was macht man? Man macht Lärm. Das vertreibt die Wale. Dann können sie nämlich nicht durch Lärm gestört und beeinträchtigt werden. Also Zwangsbeschallung zur Vermeidung von Lärmschäden.

Und was sagt die Projektleiterin (studierte Biologin)?

Weil es sich bei unserem Vorhaben um ein Pilotprojekt handelt, bitten wir die Politik um Nachsicht und Unterstützung.

Die Wale kann sie ja nicht um Nachsicht bitten.

Der Lärm unter Wasser und die Wale

Da kommt wieder so eine Meldung über gestrandete Wale, und nur die erschreckend hohe Anzahl der toten Tiere (und vielleicht die damit verbundene Beseitigungslogistik) läßt uns aufmerken: 140 tote Riesensäuger…

Es kommt mir ein Artikel aus der Telepolis wieder in den Sinn, die ich mir gemerkt hatte: Die Meere werden lauter.
Der Artikel strotzt zwar vor wissenschaftlichen Fehlern, zeigt aber trotzdem die ungeheuren Auswirkungen der Lärmverschmutzung unter Wasser auf.
Die letztendlich die Wale das Leben kostet.

Hier ein paar Links zu der Thematik:

  • Tagesschau: 200 Delfine und Wale in Australien gestrandet
  • Der Artikel in der Telepolis: Klimawandel: Die Meere werden lauter
  • Die Korrektur des Telepolis-Artikels: Enttäuschende journalistische Leistung
  • MBARI News Release: Cranking up the volume—Sounds travel farther underwater as world's oceans become more acidic
    CO2 hat also auch Auswirkungen auf die Lärmverschmutzung
  • und noch ein Artikel bei Telepolis: Blubbernde Lärmschutzwände
    Schweinswale, Robben und andere Säugetiere, die das Meer bevölkern, könnten künftig erheblich unter dem Baulärm der Windanlagen leiden.
    Naturschützer fordern Vorsichtsmaßnahmen