Einschaltverweigerung

Gegen den alltäglichen LärmterrorDas Akustische Manifest!!!!!

15.03.2008: Heavy Metal ist laut.

Heavy Metal in BaghdadHeavy Metal kann auch lebensbedrohend sein. Für die Musiker.

So geht es gerade der irakischen Band "ACRASSICAUDA". Sie wurden mit dem Tode bedroht, flohen aus dem Iraq, sind in Istanbul gestrandet.

Sie bekommen nirgends Asyl. Werden sie in ihr Land zurückgeschickt ist dies ihr Todesurteil.

Ein Dokumentarfilm über sie wird auf Filmfestspielen (zuletzt in Berlin) gezeigt, aber das scheint ihnen nicht zu helfen.

Sie brauchen aber Hilfe.

Es kann nicht angehen, daß auf den Berliner Filmfestspielen ein Film über Heavy Metal in Baghdad erfolgreich gezeigt wird und die Protagonisten, die Band Acrassicauda, in Istanbul vergeblich Asyl sucht und von der Deportation nach Irak zurück bedroht sind.

 

Helfen Sie! Spenden Sie bitte! Auf der Seite Heavy Metal in Baghdad können Sie spenden, aber auch weitere Informationen über die Band finden.

Bitte!

21.01.2008: So flach, daß es laut ist…

Es gibt keine Dynamik mehr, alles ist komprimiert, verdatscht, gängig gemacht… diese Vermutung, dieser Unmut ist nun, nicht überraschend, aber kompetent, bestätigt worden:

Die Süddeutsche veröffentlichte einen sachkundigen Artikel:

Was nicht knallt, hat keine Chance
Über die Lautstärke in der Popmusik

Aber wenn es nur die Popmusik wäre, das wäre mir doch eigentlich egal. Alle, jede Musik wird heutzutage eingedampft. Eben nicht nur Pop, auch “Brahms zum Bügeln” oder “Beethoven zum Autofahren”…

Was hilft mir die schönste, beste, ausgefeilteste HighEnd-Anlage, wenn keine dynamischen Aufnahmen mehr auf den Markt kommen?

Gottseidank habe ich noch viele wunderbare, dynamische, lebendige Aufnahmen, auch solche, bei denen vor Lautsprecher-Verschleiß gewarnt wird!

Wenn Sie den Artikel bei der Süddeutschen gelesen haben, wenn Sie diese Entwicklung auch bedenklich finden, dann dürfte Sie dieser Link auch interessieren:

Turn Me Up! Bringing Dynamics back to Music
Dort finden Sie auch eine höchstinteressante Linksammlung.
Und dieses aufschlußreiche Video!

08.01.2008: Die 5 Lärmampeln, die es in Deutschland gibt

Krachampel 

werden in der PaedBoutique in einem Marktüberblick vorgestellt.

 

Da gibt es Krachampeln und Lärmampeln mit und ohne Smileys…

 

 

08.01.2008: Schule ist laut und macht krank

Die FAZ berichtet über Lärmprobleme an Schulen, die Lehrer krankmachen und über Ansätze zur Lärmprävention.

Da wird berichtet über das Verbundprojekt LANGE LEHREN: Damit Lehrkräfte länger gesund und leistungsfähig bleiben.

Und es findet sich dort ein Hinweis auf eine Lärmampel:
Die Lärmampel soll das Lernen erleichtern
Ein ganz anderer Aspekt, der vielen Lehrern zu schaffen macht, ist der Lärm im Klassenzimmer. Eine "Lärmampel", die wie eine Verkehrsampel aussieht, kann hier helfen: Wenn eine bestimmte Lautstärke überschritten wird, springt die Ampel auf Rot. Das Signal zeigt den Kindern, wann sie akustische Grenzen überschreiten, zumal der Hinweis nicht vom Lehrer kommt, sondern von einer unbestechlichen Maschine. Außerdem sieht das Konzept vor, dass sich Lehrer und Kinder lärmarm verhalten sollten, indem sie Handzeichen vereinbaren und Rituale entwickeln, die manches Wort ersparen. Mit der Lärmampel erleben Kinder, dass Lernen in einer ruhigen Atmosphäre angenehm ist.

Neugierig geworden, finde ich die interessante Seite des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen zum Thema Lärmschutz.

Da werde ich noch viel schmökern und hier vorstellen. Prima.

11.12.2007: Unsere Ruh ist hin…

Von Geräuschkulissen, Lärmteppichen und der Verdrängung der Stille

Ein Feature von von Sabine Weber im Deutschlandfunk am 11.12., um 19:15

Wenn Sie Phonostar installiert haben, können Sie mit diesem Link die Sendung direkt in den Timer übernehmen

ein Auszug aus der Ankündigung:
Lärm ist das Geräusch der anderen, sagte der Großstädter Kurt Tucholsky. Doch nicht nur in Ballungsgebieten macht jeder auf seine Weise Krach; auch im häuslichen Alltag wurde die Stille erfolgreich verdrängt. Ob Toaster, Telefon oder Kamera: Jedes noch so primitive Funktionieren wird von synthetischen Klängen begleitet. Dass hier Sounddesigner am Werke sind, nützt wenig.

Piepsen, Klicken, Surren, Rauschen und Brummen bildet zusammen mit dem Brausen des Verkehrs eine permanente Geräuschkulisse und wird zum Lärm. Und der hat physiologische, psychologische, gesellschaftliche und sogar ökologische Auswirkungen, etwa auf unsere heimische Vogelwelt: Sie zwitschert heutzutage messbar lauter als noch vor wenigen Jahren.

Manche glauben, diffusem mit strukturiertem Lärm begegnen zu können, und drehen deshalb die Musikanlage auf. Andere hingegen engagieren sich in Arbeitsringen für Lärmbekämpfung. Selbst die Politik hat mittlerweile reagiert: Das Bundesumweltamt verdoppelt in diesem Jahr die Fördermittel zum Lärmschutz von 56 auf 100 Millionen Euro. Besteht also noch Hoffnung für die Patientin "Stille"?