Einschaltverweigerung

Gegen den alltäglichen LärmterrorDas Akustische Manifest!!!!!

18.08.2010: Wir fahren mit der Bahn…

Das Hin und Her um Lärmschutzmaßnahmen, sogar um staatlich subventionierte Lärmschutzmaßnahmen wird anschaulich beschrieben in einem FAZ-Artikel: Bahn gegen lärmabhängige Trassenpreise

Da werden lange Planungszeiten, Genehmigungen, Konzeptlosigkeit und was weiß ich noch alles aufgeführt, und am Ende:

alles bleibt wie es ist … und schuld sind immer die Anderen.

Ein zum Nichtstun entschlossenes Management kann entschlossen nichts tun.

28.04.2010: Seien Sie still!

Machen Sie mit bei Ein Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day, indem Sie die "15 Sekunden Ruhe" an diesem Tag um 14.15 Uhr beachten und möglichst viele Ihrer Bekannten auch davon überzeugen dies zu tun.

Dazu fordert uns die Aktion "Tag gegen Lärm" auf.

 

Also: Seien Sie still!

27.04.2010: „Kostbare Ruhe – teurer Lärm“

Am 28. April ist wieder einmal der Tag gegen Lärm. Tag gegen Lärm

Seit dem letzten Tag gegen Lärm 2009

  • sind wieder viele tausend junge Leute in ihrem Hörvermögen geschädigt worden,
  • sind wieder viele Tausend resiginiert aus den Einkaufszonen geflüchtet ob der permanenten Berieselung,
  • haben sicherlich wieder viele Menschen verzweifelt versucht, ihr Ruhebedürfnis gegen die Ignoranz der Lauten durchzusetzen
  • hat jeder wieder Hundert Mal gehört "ich hör das schon gar nicht mehr" (sic!)
  • sind viele Menschen erschrocken und zusammengezuckt ob plötzlicher kakophonischer Lärmattacken.
  • sind viele Menschen krank geworden durch Schlafentzug aufgrund permanenter Geräuschsbelastung

Nichts ist besser geworden. Denn die Gehirnwäsche hält an.

Schauen Sie sich wenigstens am 28. um 22:45 im ZDF das Auslandsjournal an. Dort wird über die Hörstadt-Kampagne "Beschallungsfrei" berichtet.

Laßt uns hoffen, daß wenigstens ein paar Menschen durch diesen Tag ein wenig vernünftiger und leiser werden!

PS:

Hier selbstverständlich der Link zur Seite www.tag-gegen-laerm.de

03.03.2010: Hoerstadt geht weiter: Essay-Wettbewerb

Peter Mühlbauer titelte seinen telepolis-Bericht über die "Hoerstadt-Initiative" : Dialektik von Kreativität und Geräusch

Darin macht er auf den "Hörstadt-Essaywettbewerb: Viel Lärm(schutz) um nichts" aufmerksam und arbeitet noch einmal die unterschiedliche Wahrnehmung von Lärm heraus:

schließlich sind die aufdringlichen Geräusche evolutionsgeschichtlich betrachtet Alarmsignale, die gerade Jenen besonders zu schaffen machen, die eigentlich die Fähigkeiten zur Entwicklung neuer Problemlösungsstrategien hätten.


Die Ausschreibung:

Hörstadt-Essaywettbewerb: Viel Lärm(schutz) um nichts

Geht es um Lärm, sind wir je nach Lebenslage und Aktivität wechselweise Täter und Opfer. Unbeschadet dessen, ist die Lärmauffassung unserer Gesellschaft und der Umgang mit dem akustisch Störenden zutiefst manichäisch. Die Sprache verrät es schon: Dem "höllischen Lärm" steht die "himmlische Ruhe" gegenüber.
Als das akustische unerwünschte Andere wird der Lärm weggesperrt und bekämpft. Dieser Kampf ist längst zum Rückzugsgefecht geworden. Hinter vorgehaltener Hand gestehen viele Fachleute ein, dass der technische Schallschutz trotz immenser Investitionen nicht mehr zur gewünschten Lärmreduktion führt, geschweige denn „das Lärmproblem“ „lösen“ könnte. Wir leisten uns viel Lärmschutz, der in Summe wenig bis nichts bewirkt.
Eine Änderung unseres Mobilitätsverhaltens ist nicht in Sicht. Was wir daher brauchen, ist ein neuer Umgang mit dem Lärm.

Hörstadt lobt daher den Essaywettbewerb "Viel Lärm(schutz) um nichts" aus. Gefragt und erbeten sind Texte, die sich mit neuen Zugängen zum und Umgängen  und mit dem Lärm beschäftigen. Dem Denken sind keine Grenzen gesetzt.

Die Texte sollen bei 12 Punkt Schriftgröße und einem Zeilenabstand von 1,5 nicht weniger als 10 und nicht mehr als 15 Seiten DinA4 lang sein. Das ergibt bei einem mündlichen Vortrag eine Länge von 30 bis 45 Minuten. Der prämiierte Beitrag wird mit einem Preisgeld von 3.500,- Euro gewürdigt und eröffnet das erste Hörstadt-Symposium zu akustischen gesellschaftlichen Fragen, das am 21. und 22. Juni 2010 in Linz unter dem gleichen Titel stattfindet.

Einreichungen sind bis 26. April 2010 per Briefpost an Hörstadt, Pfarrgasse 13, 4020 Linz, Österreich bzw. elektropostalisch an office@hoerstadt.at willkommen.

03.03.2010: Mit Kindern kann man alles verkaufen

schreibt Peter Mühlbauer am 10.12.2009 in der telepolis und berichtet, daß quer durch das ganze regierte Land der Lärmschutz aufgeweicht werden soll.
Anhand des allgemein verständlichen Vorhabens, Kindergärten gegen Klagen wegen Geräuschemissionen zu schützen, versucht man die allgemeinen Lärmschutzregeln aufzuweichen.
Kinder sind plötzlich alle, auch Jugendliche, also wird man gegen deren Lärm auch nicht mehr vorgehen können.

Da steht ein bemerkenswertes Zitat:

Auf konkrete Anfrage räumt auch die rheinland-pfälzische Landesregierung ein, dass in dem Entschließungseintrag Einrichtungen für Jugendliche "mit erfasst werden". Hinsichtlich Fragen zu Klagen gegen nächtlichen Lärm weicht man aus und meint, man werde Jugendlichen "klarmachen können, dass bestimmte Tätigkeiten nachts im Freien […] nicht erlaubt sind, wenn Dritte dadurch gestört werden können." Im Umkehrschluss heißt dies, dass man den Schutz vor solchem Lärm tatsächlich wesentlich einschränken will und auf eine Vernunft hofft, die es offenbar nicht gibt. Würde es sie geben, dann gäbe es auch keine Klagen gegen Spielplätze, die zu später Stunde für lautstarke Trinkgelage genutzt werden. Kläger konnten deshalb zum Beispiel in Berlin erwirken, dass solche Einrichtungen mit einem Zaun versehen und nachts abgesperrt werden. Wird die Bundesratsinitiative ohne weitere Beschränkungen umgesetzt, dann wäre solchen Notbehelfen künftig ein Riegel vorgeschoben.

(Unterstreichung zur weiteren Hervorhebung von mir).

Anmerkung: Wieder einmal interessant ist auch die Haltung der stets bei der telepolis bereiten Kommentarpöbler, die sich wie alle Lärm-Verursacher sofort angegriffen fühlen und jeden Ruhebedürftigen abstemplen und niedermachen. Aber diese Agression der Lauten gegen die Leidenden ist ein besonderes Kapitel.

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    17506 Gribow

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