Einschaltverweigerung

Gegen den alltäglichen LärmterrorDas Akustische Manifest!!!!!

27.07.2011: Skater sind laut, die Bretter machen Lärm

das kann man nicht wegdiskutieren.

Aber ein Politiker kann das schon. Der vergleicht nämlich Skater-Lärm mit dem Sitzen vor dem Computer…

 "Ich finde es nicht gut, das Skaten als Lärm zu bezeichnen. Ich bin froh, dass die Jungs nicht zu Hause vor dem Computer hängen", sagt Stefan Bohlen (CDU).

was ein dümmliches, anbiederndes Argument.

http://www.abendblatt.de/hamburg/mein-quartier/article1970269/Skater-duerfen-auf-dem-Marie-Jonas-Platzes-bleiben.html

20.07.2011: Schilda oder Schanze?

Das Schanzenviertel ist eines der Hamburger Viertel, in dem die Bewohner unter der Gentrifizierung ihres Wohnumfeldes leiden.
Denn die Schanze ist als Ausgehviertel sehr beliebt und es reiht sich dort eine Kneipe an die andere und in den Sommermonaten wollen die Wirte Tische und Stühle am Straßenrand aufstellen und die Gäste dort bewirten.
Welcher Gast setzt sich bei schönem Wetter in eine Kneipe statt vor die Kneipe?

Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist die stetige Lärmbelästigung durch die Außengastronomie, welche die Bewohner nicht schlafen läßt. Jeden Abend bis Mitternacht Party vor der Haustür, das mag nicht jeder. Und das hält auch nicht jeder aus.

Da gibt es dann die Lifestyle-Kommentatoren, die den Bewohnern hämisch raten, sie müssten ja dort nicht wohnen. Sie könnten ja an den Stadtrand ziehen. Auf diese Frechheit beziehe ich mich nicht hier.

Ich wundere mich über eine Groteske, die das zuständige Bezirksamt Altona da vom Schirm bricht. Die Amtsträger möchten nämlich die Wirte zwingen, Lärmschutzschirme aufzustellen. Diese würden die Geräusche um 2db senken. Die Wirte sollten bis zum 22. Juli nachweisen, daß sie einen solchen Lärmschutzschirm bestellt hätten. Durch hartes Ringen und Verhandeln ist es gelungen, die Frist bis zum 15. August zu verlängern.

Der Haken?
Diese Schirme gibt es nicht.
Es gibt nur FIrmen, die Absichtserklärungen abgeben, so etwas entwickeln zu wollen.
Der Nutzen der noch nicht entwickelten Geräte ist natürlich nicht abzusehen.
Der Preis auch nicht.
Aber die Behörde zwingt die Wirte zu solchen Luftbuchungen.

Schilda? Ich habe noch keine Bewertung für dieses eigenwillige und eigenmächtige Verhalten der Behörde.

27.04.2011: Seien Sie doch mal still! wenigstens am Tag gegen Lärm!

Lärm trennt ist das Motto des diesjährigen Tages gegen Lärm.

"Dieser Leitgedanke weist auf (un)bewusste Trennungen, die der Lärm bezogen auf verschiedene Lebenssituationen bewirkt. Lärm trennt, wie wir wissen, Verursacher und Empfänger in vielen Aktivitätsbereichen und trägt nachhaltig zur Reduzierung von Lebensqualität bei." lese ich auf der Webseite der Initiative.

Tag gegen Lärm

 

Auf der leider etwas oberlehrerhaft ausgefallenen Webseite finden Sie Tipps zu Aktionen gegen den Lärm, wirklich handfeste und nützliche Informationen jedoch sind dort unter dem Stichwort

Lärminformationsportal

verlinkt.

Also seien wir heute einfach mal still.

26.04.2011: Und wieder ein Tag gegen Lärm

Morgen ist wieder einmal der Tag gegen Lärm und ich habe den Eindruck, daß dieses Jahr das Thema publizistisch besser "ankommt".

Sind die Zeitungen hellhöriger geworden? Oder ist die Informationsarbeit effizienter?

Als Beispiel für die wirklich recht zahlreichen Artikel möchte ich den heutigen Beitrag im Hamburger Abendblatt nennen:

Immer mehr Hamburger Kinder brauchen Hörgeräte

in dem aus einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse zitiert wird. Was mich aber ärgert, ist, daß mit keinem Wort auf den Tag gegen Lärm eingegangen wird, die Themen jedoch weitergekaut werden. Ein weiterer Artikel wird zwar unter dem Untertitel "Tag gegen Lärm" gelistet, im Inhalt selbst wird jedoch auf diesen Tag auch nicht eingegangen.

Also klappt es doch nicht so recht mit der Aufklärungsarbeit.

 

12.04.2011: offshore – Todeszone

Bloß weil es soweit draußen ist und wir es vom Lande aus nicht hören, heißt es nicht, daß im Meere Ruhe herrscht.

Der Mensch stört die Ruhe gewaltig, und bringt der Tierwelt den Tod.

Nun mögen Ignoranten meinen, was ginge sie das akustische Trauma eines Tintenfisches an, aber es geht uns was an. Es wird sich rächen.

Mit Plastikmüll verschmutzen wir, mit Motoren- und Rotor-Lärm verstören wir, was dem Kleinsten geschieht, geschieht auch uns.

Viele menschliche Aktivitäten im Meer – wie etwa Bohrungen oder Frachtschifftransporte – produzieren intensive Geräusche im niedrigen Frequenzbereich. Die Arbeit von André und seinen Kollegen gibt nun Hinweise darauf, dass die Auswirkungen sehr viel mehr Lebewesen treffen und damit um einiges weitreichender und gravierender sind als befürchtet.

so Michel André von der Universitat Politècnica de Catalunya in Barcelona.

Weitere Informationen beim Projekt "Listening to the Deep Ocean Environment".
 

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