Einschaltverweigerung

Gegen den alltäglichen LärmterrorDas Akustische Manifest!!!!!

05.01.2007: Treppen gegen Fettsucht – aber mit Musik?

In England meint man, in der Städte-Architektur einen Grund für die grassierende Fettsucht gefunden zu haben, die Leute nutzen zu oft den Lift. Sie sollen lieber wieder Treppensteigen in den Kaufhäusern…

Die Süddeutsche allerdings konterkariert mit einem guten Argument

Aber andererseits wünscht man sich auch Büro- oder Kaufhäuser, die vor allem aus pompösen, architektonisch aufgewerteten Treppen bestehen sollen, in denen aus Gründen der Mobilisierung auch Musik aus dem Lautsprecher zu hören wäre. Das nun ist töricht. Liftmusik ist bisher eines von zwei Motiven, ins Treppenhaus zu wechseln. Das zweite besteht darin, sich den Stepper zu sparen.

03.01.2007: Autobild und vor allem Herr Boris Pieritz

Daß Praktikanten nicht unbedingt lebenserfahren sind, mag ja noch angehen.
Aber eine solche öffentliche Zurschaustellung von Proll-Dummheit und das auch noch abgedruckt, das hat mich doch sehr erschüttert:

Bei der Autobild durfte ein Praktikant mal so richtig einen drauf machen.

Beim Rundgang um das Auto fallen mir sofort die zwei Oberarm-dicken Auspuffrohre auf, die fettesten Sound vermuten lassen. Genau deshalb bin ich hier. Ich will Fahrspaß – gepaart mit ganz viel Lärm! „Viel Vergnügen, das ist ein cooles Auto“, verabschiedet sich die Hertz-Dame und lässt mich mit dem Hengst alleine.

Der Shelby röhrt zum ersten Mal für mich. Gänsehaut pur! Schade nur, dass ich jetzt am hektischen und lauten Los Angeles Airport und nicht in meinem stillen, beschaulichen Hamburg-Eppendorf stehe. Heimische Fahrer von Porsche, Ferrari und Co würden bei diesem satten Geblubber große Ohren machen.

Zu letzterem Abschnitt gibt es dann noch eine Sound-Datei, ich fass es einfach nicht
Andere Menschen hören das dann nicht, oder? Der Praktikant nennt dieses Machwerk sicherlich „zielgruppengerechtes Schreiben“

21.12.2006: Einschaltverweigerung war down…

ja, ein sondersguterschlampigerunverständlicher Hoster war verantwortlich dafür, daß der gesamte Webspace in den Orkus ging und ich hatte natürlich kein Backup der Datenbank.
Zudem war es lange Zeit nicht möglich, die Domain auf einen anderen Platz umzuziehen und erstjetzt habe ich die Zeit gefunden, eine neue Installation einzurichten.
Dazu musste ich den Content (neudeutsch) auch neu erfassen, ich hoffe ich habe ihn vollständig…

also: gute Vorsätze: Besserer Provider in Zukunft || regelmäßige Datensicherung und ein Frohes Weihnachten Ihnen allen!

21.12.2006: Loud and proud: Moskau

wie bekannt, ist Moskau so etwas wie eine zweite oder dritte Heimat für mich.

Und daß es bei dem Tempo, der dort in Allem an den Tag gelegt wird, nicht leise zugeht, ist wohl evident.
Aber die Lärmbelästigung wird auch wahrgenommen: die Moscow Times berichtet heute über The Roar of the City

But, at least for now, Moscow is going to stay loud and proud, Kucherov believes.
„The city and federal governments don't care about this problem, so we won't notice any positive changes in the situation,“ he said.
And those who complain about too much noise shouldn't get too excited about getting the problem solved.
Ecostandard recently received a complaint from a resident who said she could not get to sleep because of the noise produced by an air vent attached to the wall of a nearby restaurant.

„Officials concluded that there were no air vent systems and that the noise simply did not exist,“ Kucherov said. „What can you do?“

20.09.2006: Manufactum polemisiert geistreich und belesen

Der Amtmann von Tondern, die GEZ,
das Internet und der Grünkohl.

Ganz aussichtslos ist jeder Versuch, dem enervierenden Gedudel und Geplapper aus Radio und Fernsehen zu entweichen.
Auch wer zuhause alle Einfallstore zugemauert und verrammelt hat, ist den akustisch wabernden Schwaden in Taxi, Wartezimmer, Supermarkt, Frisierstuhl und Hauptbahnhof völlig schutzlos preisgegeben.
Nun soll nach dem Willen der öffentlich-rechtlichen Verursacher dieser Emissionen ein Jeglicher, auch der davor Flüchtende, tributpflichtig werden, denn allein dadurch, daß er zum ernsten Zweck des Broterwerbs Telefon und Computer unterhält, nährt er den Verdacht der nimmersatten Anstalten, er wolle sich den Genuß ihres Gedudels gebührenfrei erschleichen. Auch er soll frönen und löhnen. Und das kommt ja nun tatsächlich der Zumutung gleich, das Stalking-Opfer müsse seinen Verfolgern auch noch für die Taxi-, Telefon- und Porto-Kosten aufkommen.
Darum rein vor- und fürsorglich, liebe Intendanten und Medienpolitiker, die Mahnung, daß man es mit der Gebührenpresserei auch zu weit treiben kann:
so etwas endete früher – man denke: auf Sylt! – schon mal im Grünkohl.
Aufgezeichnet und nachzulesen in Detlev von Liliencrons tyrannenschreckendem „Pidder Lüng“.

aus den Hausnachrichten des Manufactum Versands

das Gedicht itselbst haben sie auch online gestellt

  • Impressum

    Angaben gemäß § 5 TMG:
    Cornelie Müller-Gödecke
    Chausseestrasse 13
    17506 Gribow

    Kontakt:
    Telefon: 004938355689398
    E-Mail: cmg@einschaltverweigerung.de