Einschaltverweigerung

Gegen den alltäglichen LärmterrorDas Akustische Manifest!!!!!

02.08.2006: Für die Aufwertung des Akustischen

Der Weg zu einer akustischen Stadtraumgestaltung weist zwei Schwierigkeiten auf. Erstens muss gegen die Dominanz des Visuellen ein Bewusstsein für die akustischen Probleme der Stadt geweckt werden, damit Bauträger und Kommunen Mittel für klanggestalterische Maßnahmen bereitstellen. In deren Umsetzung muss dann konzeptionell damit umgegangen werden, dass die klangliche Gestaltung in viel größerem Maße als die visuelle in die Wahrnehmung eindringt. Bilder kann man durch Abwendung des Blicks ausschalten, aber Töne befallen den Menschen ungehindert. Technologien können Hilfsmittel sein, aber keine Komplettlösung bieten. Gefordert sind hier sensible Konzepte und gestalterische Kompetenz. Dafür müssen zuallererst adäquate Ausbildungswege entwickelt werden

dies schreibt Golo Föllner in dem Dossier “Stadtlandschaften” des Deutschen Goethe-Institutes.

Er ist Musik- und Medienwissenschaftler an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und arbeitet als freier Kurator, u.a. für das Radiokunstfestival RADIO REVOLTEN in Halle/Saale. Er befasst sich mit alltäglichen und künstlerischen Formen von Audiokultur, z.B. in dem Online-Artikel 'Audio Art'.

Eingeleitet wird das Dossier mit dem Statement:

Die Stadt hat ein akustisches Problem. Der hörbare Ausdruck ihrer kulturellen und wirtschaftlichen Aktivität und mithin Lebendigkeit, dieses imposante Dröhnen schlägt in der Wahrnehmung häufig um in bleiernen Lärm, der Menschen krank macht.

02.08.2006: Forum Klanglandschaft

Das Forum Klanglandschaft – FKL befasst sich mit den vielfältigen Klängen und Geräuschen in unserem Alltag. Es arbeitet für eine erhöhte Sensibilität gegenüber der Klangumwelt, möchte dessen Qualität erhöhen und das aktive Zuhören fordern.

Diese Website ist eine Informationsplattform für alle, die sich für die akustische Räume und Klangumwelten interessieren.

Das schaue ich mir genauer an.

23.07.2006: tja, das ist wohl eher kontraproduktiv

IPod Taub

nicht immer funktioniert die Werbung wie gewünscht!

Manche Adsenses oder wie das heißt sind wohl eher geschäftsschädigend!

14.06.2006: Schlechter Rat

in einem FAZ-Artikel über die Angst, einen Handy-Anruf zu verpassen, rät der Verfasser:
Ein Heilmittel für Ringxiety ist bisher noch nicht in Sicht. Manchmal hilft es schon, einfach weniger Musiksender mit permanenter Klingeltonwerbung zu schauen. Bis eine Therapie gefunden ist, raten wir zu einem ebenso lauten wie schrillen und disharmonischen Anrufsignal. Damit kann man nicht nur einen echten Anruf eindeutig identifizieren – er trägt auch dazu bei, in jeder Umgebung sofort zum Mittelpunkt des Geschehens zu werden und die lang ersehnte Aufmerksamkeit zu bekommen.

Da sollen die Deppen doch lieber still auf Ihr Handy schauen…

14.06.2006: Hohe Frequenzen außerhalb des “Lehrer-Bereichs”

auch wieder ein Hinweis, wie pervertiert (ins Gegenteil verkehrt) unser Alltag inzwischen ist:

statt den Schülern beizubringen, sich im Unterricht kollegial und aufmerksam zu benehmen, lanciert die Wirtschaft jetzt Klingeltöne, die die älteren Lehrer nicht mehr hören können

die Tagesschau berichtet.

Interessant ist, daß diese Klingeltöne von derselben Firma vertrieben werden, die ansonsten ihre eigene Klientel vertreibt

Zyniker allerorten. Ich halts nicht mehr aus.

Falls Sie testen möchten, ob Sie den Ton noch hören: Hier ist der Test online

________________________

Nachtrag 30.12.2010: auf der Seite der Tagesschau findet sich nun dieser Info-Hinweis:

Die gesuchte Seite wurde leider nicht gefunden (Fehlernummer 404).

Falls ein veralteter Link Sie hierher geführt haben sollte, bitten wir um Ihr Verständnis.

Mit dem 01.09.2010 muss tagesschau.de rund 80 Prozent seiner Archivinhalte depublizieren. Grund dafür ist der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, der dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Internet enge Grenzen setzt. Mehr dazu finden Sie auf unserer Hilfeseite zum Rundfunkänderungsstaatsvertrag.