
vertreibt Jugendliche.
Durch einen hohen Ton, den nur junge Menschen hören können.
Ältere Menschen nicht und auch die wohlbekanntermassen guthörenden Hunde nicht.
"Once it gets in your head, it’s very difficult to shake off, and the only way to shake it off is to move away." sagt der Erfinder, ein Herr Shapleton.
Und zu sehen ist ein Kurz-Video über das Ganze bei CBS: Mosquito’ Repels Youths
Die Diktion erinnert an altbekannte Diktion, "repellent" wird gebraucht, das kenne ich sonst nur als Ungeziefervertilgungsmittel.
Für Tausende von Generationen waren Regen, Wind und die Stimmen von Tieren und Mitmenschen die einzigen Hintergrundgeräusche. Der lärmende Soundtrack der Welt hingegen erstreckt sich auf alle Lebensbereiche und ist nicht mehr dekodierbar.
Ruhe ist etwas Fremdartiges, obwohl Ruhe vielleicht gerade das ist, was man braucht. Möglicherweise ist Ruhe für einen gesunden Geist dasselbe wie klare Luft, sauberes Wasser und eine chemiefreie Ernährung für einen gesunden Körper. In einer sauberen mentalen Umwelt könnten auch unsere Stimmungsschwankungen nachlassen. Es ist heute nicht mehr leicht, Ruhe herzustellen, und auch nicht immer sinnvoll. Aber es gibt Möglichkeiten, den Abfall in der mentalen Landschaft aufzulesen. Man kann den Fernseher im Wartezimmer des Zahnarztes abdrehen und den lauten Kühlschrank loswerden. Die Stereoanlage ausschalten, den Rechner unter den Tisch stellen.
aus: Kalle Lasn, Culture Jamming, Das Manifest der Antiwerbung
orange-press.com ©: Kalle Lassn + orange press
Kalle Lasn, CULTURE JAMMING
Das Manifest der Antiwerbung
orange press verlag, 2006
ISBN 3-936086-22-2
Ich kann es nicht glauben,
aber es ist wohl so:
bei SATURN in der Mönckebergstrasse wirbt ein Aufsteller für den Wettbewerb um das lauteste Auto Norddeutschland
Sind die denn vom Affen gebissen? Wie primitiv wird die Welt noch?
168,9 db erzielte am 27. Januar 2001 eine australische Mannschaft
und auch in Deutschland gibt es extra-Webseiten zu diesem Thema.
Ich bin wirklich sprachlos und erschüttert.
als besonders infam empfinde ich es, Lautsprecher so über dem Ladeneingang anzubringen, daß sie die gesamte Straßenbahnhaltestelle mit dem Lärm eines Billigst-Werbe-Radio-Senders beschallen und diese Beschallung auch außerhalb der Geschäftszeiten nicht ausschalten.
Ich bin gezwungen, dort auf die Straßenbahn zu warten und deshalb Opfer.
Abhilfe:
Ich werde dort nie einen Pfennig ausgeben. Vielleicht zeige ich den Laden sogar an.