Einschaltverweigerung

Gegen den alltäglichen LärmterrorDas Akustische Manifest!!!!!

Kategorie-Archiv: andere sagens auch

10.12.2014: Zartbesaitet

Wer unter Lärm leidet, wird nur zu oft als zartbesaitet abgestempelt, und das ist dann abfällig gemeint.

Nun bin ich auf eine Webseite gestoßen, die sich dem Thema „Hochsensibilität“ widmet, die Seite des Vereins  Zart besaitet, dem Verein zur Förderung hochsensibler Menschen:

www.zartbesaitet.net

Die Informationen auf dieser Seite haben mir gutgetan; ich werde nun ersteinmal die vielen Informationen auf dieser Webseite studieren, aber ich habe schon die Erkenntnis gewonnen, daß ich zu der Gruppe sensorisch empfindlicher, jedoch extravertierter Menschen gehöre, die solchermaßen beschrieben werden:

Sensorisch sensible Menschen haben besonders feine Sinneswahrnehmungen: Geräusche, Gerüche, Licht und Farben wirken auf sie besonders stark. Oft haben sie in diesen Bereichen eine Begabung: musisch, künstlerisch, ästhetisch.
ev. Nachteile: oft besonders lärmempfindlich, leicht irritiert, von vielen Sinneseindrücken schneller überlastet.

In dieser Beschreibung finde ich mich wieder: Kunst und Musik sind ein wichtiger Teil meines Lebens, aber ich leide unter Lärm. Bin aber, wie 30% der Betroffenen, recht extravertiert und kontaktfreudig – und davon eben oft auch überfordert.

Schaue ich auf die letzten Jahre zurück, kann ich aber eine bemerkenswerte Verbesserung meines Lebens erkennen:

seit ich in Altersteilzeit bin und in ein Dorf nach Ostvorpommern gezogen, bin ich nicht mehr so stark den Geräuschen der Umwelt ausgeliefert.
Meine Kontakte haben sich intensiviert, sind weniger oberflächlich und ich bin wohl ausgeglichener als früher.
Lärm, Musikberieselung etc. ertrage ich heute leichter, fühle mich zwar immer noch gestört, aber nicht mehr so hilflos und verzweifelt wie früher in solchen Situationen.
Umso gelassener kann ich auch „Leiserstellen“ oder „Radio aus“ bitten ;=)

Mir geht es besser, ich habe das Glück, daß ich meine Lebensweise zum Positiven ändern konnte.

18.04.2013: ruhig bleiben!

nächsten Mittwoch ist es wieder soweit: der 24. April ist der Internationale Tag gegen den Lärm.

Tag gegen Lärm 2013

Wie immer gibt es Informationen auf der Webseite der Aktion und wie immer wird die Welt leider nicht leiser. Langsam resigniere ich.

05.12.2012: 5.12.12: TV-Tipp: Lärm greift an

Heute um 16:15 auf einsfestival läuft die Doku Lärm greift an – die unterschätzte Umweltgefahr.

Aus der Ankündigung:

Fünf Autoren des Hessischen Rundfunks reisten durch Deutschland und haben dokumentiert, wie der Lärm die Menschen angreift.
Ab wann macht Lärm krank? Lärm raubt im Westen Europas jährlich eine Million Lebensjahre, rechnete die WHO vor. Stimmt das? Renommierte Lärmforscher und Mediziner geben Antwort und stellen in der Sendung ihre neuesten Untersuchungsergebnisse vor. Der Mainzer Kinderarzt Dr. Fischer behandelt in seiner Praxis immer häufiger kleine Patienten, die über Schlafstörungen, Kopfschmerzen und schlecht heilende Infektionen klagen. Sie alle leben in einer stark lärmbelasteten Gemeinde.
Wer aber zahlt für die Schäden, die der Lärm verursacht? Zwar muss für den Lärmschutz der Verursacher aufkommen, für die Folgen aber zahlen alle. Was kostet Lufthansa Cargo das Nachtflugverbot – was kostet die Behandlung tausender lärmgeschädigter Patienten?
Wann endlich findet das Verursacherprinzip Anwendung, damit mehr in Lärmschutz und Lärmvermeidung investiert wird? Die Autoren konfrontieren Politiker und Verantwortliche aus Wirtschaft und Verkehrswesen mit den Fakten und stellen fest, dass mit Lärm viel zu oft ein fahrlässiger Umgang herrscht.
Ein Film, der deutlich macht, dass Lärm mehr ist, als nur eine Belästigung. Lärm ist für viele Menschen die Pest des 21. Jahrhunderts.

Ob es was nützt? Solche Filme sollten im Hauptprogramm laufen.

26.11.2012: Arbeitsring Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik

Eine hochinteressante Webseite mit vielen nützlichen Informationen zum Theme "Lärm" bietet der Arbeitsring "Lärm" der Deutschen Gesellschaft für Akustik an.
Dieser Arbeitsring ist seit 2009 die Nachfolgeorganisation des "Deutschen Arbeitsrings für Lärmbekämpfung e.V." (DAL).

Was ist Lärm, was richtet er an, welche Lärmarten gibt es, wie kann man sich schützen…. Themen wie "Klassenraumakustik" oder "Lärmabhängige Trassenpreise" werden behandelt, umfangreiche Publikationen zum Download angeboten.

Eine fundierte Informationsquellen  zu diesem leidigen Thema.

19.01.2010: „Heimatloser Lärmschutz“…

titelt Peter Mühlbauer in der Telepolis einen Artikel über Lärm und dessen politische Verortung:

In fast allen Emissionsschutzanliegen gab es seit den 1970ern Fortschritte: Die Luft ist heute praktisch überall in Deutschland sauberer als vor 30 Jahren, damals tote Gewässer beherbergen essbare Fische und wilde Müllkippen sind weitgehend verschwunden. Nur beim Lärmschutz wurde zwar manches besser – aber noch mehr deutlich schlimmer. Das zeigt sich unter anderem an den Absatzzahlen von Ohropax, die auch in der Krise beständig wachsen.

Tatsächlich ist der Lärmschutz eines der von allen politischen Parteien vernachlässigten Themen. Was möglicherweise auch daran liegt, dass der Bereich auch von den straßenfestkultur- und wohngemeinschaftsmasochismusgeprägten Grünen in seinen mit am wichtigsten Ausprägungen ausgespart wurde. Kritik an solchen Lärmformen ist in der Politik mittlerweile geradezu tabuisiert. Das zeigt sich unter anderem an den von allen politischen Gruppierungen bis hin zu den Freien Wählern bejubelten Plänen, Zivilklagen gegen Ruhestörung durch Jugendliche zu verbieten.

Liest man den Artikel, dann wird klarer, warum Lärm überall geduldet wird, aber gepeinigte Menschen zu Selbsthilfe schreiten…

Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31428/1.html vom 3.11.2009

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