Einschaltverweigerung

Gegen den alltäglichen LärmterrorDas Akustische Manifest!!!!!

Kategorie-Archiv: Am Pranger

01.10.2004: Für Ihre Ohren bestimmt

Ohrstöpsel

 

da werden Legionen von Anatomen und Physikern bemüht, um den optimalen Tragekomfort herauszufinden, aber was die dann im Kopf anrichten, da kümmert sich keiner der sogenannten Entwickler und Wissenschaftler drum…

01.10.2004: die sprechende Tüte

da bekomme ich Verfolgungswahn:

Die sprechende TüteMVB, der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, wirbt für die sprechende Tüte:
Format 32 x 26 x 7 cm, aus 250 g/qm starkem Karton, drucklackiert, mit Kordelgriff.

Beim Öffnen der Tüte ertönt täuschend echt die Stimme von Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki.

Und sei es des Grauens noch nicht genug, kann man sich die Stimme online auch anhören, aber den Link erspare ich mir hier, den können Sie auf der Seite selbst suchen.

17.09.2004: Die junge Frau in der S1 nach Barmbek,

die auf meine Bitte, den Walkman leiser zu stellen, mit einem kategorischen NEIN antwortete und mich aufforderte, mich woanders hinzusetzen, wenn mir das nicht paßt,und die Fahrgäste, die sich darein ergeben, weil sie Angst vor Konfrontation haben,

denen ich aber ansehe, daß es ihnen auch nicht paßt

20.01.2004: Toom in HH-Altona

Der Toom-Markt in Hamburg-Altona
Ein Zitat aus der TOOM-Webseite:

toom – mehr als Verbrauchermarkt
Wir wollen, dass sich unsere Kunden in unseren Märkten wohl fühlen. Daher versuchen wir, allen Kunden das Einkaufen so angenehm und bequem wie möglich zu machen. Ausreichend Parkplätze, eine klare Beschilderung sowie eine Marktinformation, die all Ihren Fragen aufgeschlossen gegenübersteht, sind für uns selbstverständlich. Aber das ist noch längst nicht alles – eine spezielle Service-Tafel gibt in jedem Markt Aufschluss über unsere detaillierten Leistungen.

Aber dann am Samstag morgen um 10 Uhr: ist das angenehm?

  • Ungezählte ratternde Einkaufskarren auf Stein-Kachel-Boden
  • an allen Ecken Lautsprecherdurchsagen
  • die Lautsprecher direkt über der Waage an den Gemüse-Ständen aufgehängt, keine Ausweichmöglichkeit
  • ein kakophonisches Inferno.
  • Wer überlebt diesen Lärm? Wer hält das aus?
  • Die Kunden schieben ungerührt ihre Wagen ratternd mit Getöse durch die Hallen.
  • Ich möchte schreiend alle bisher zusammengesammelte Ware um mich werfen und herausrennen, lasse dann aber den Wagen stehen und laufe hinaus…
  • keinen Pfennig / Cent gebe ich da mehr aus!

Abhilfe:
einmal noch werde ich da hin gehen: mit einem Lautstärke-Meßgerät ausgerüstet und einem Minidisk-Recorder. Dann werde ich die Meßergebnisse der Ladenleitung um die Ohren hauen und Anzeige erstatten wegen gesundheitsschädlichem Lärm. Kümmert sich denn keine Berufsgenossenschaft um Lärmschutz für ihre Mitglieder, beispielsweise das Kassenpersonal?

Welche Bauabnahme läßt so etwas durchgehen? Welcher Architekt plant so einen Boden? Welcher Einkaufsleiter kauft solche Drahtkarren für diesen Boden?

Alles abgestumpfte, ihrer Sinne beraubte Leute.

20.05.2003: Neue Folter: HeavyMetall

Die Netzeitung berichtet:

Vernehmungsbeamte des amerikanischen Militärs haben Heavy-Metal-Musik als Folterinstrument entdeckt. Der Onlinedienst "Ananova" berichtet, der Kulturschock, stundenlang Metallica hören zu müssen, solle gefangene Iraker zum Reden bringen.

Diese Menschen haben vorher noch nie Heavy Metal gehört. Das halten sie nicht aus, sagte Sergeant Mark Hadsell dem Magazin "Newsweek".

Makaber #1:
Die Band Metallica hat sich aus Anlaß des Iraq-Krieges anscheinend von einigen ihrer martialischen Stücke distanziert, spielt sie zumindest nicht mehr.

Makaber #2:
Ruft man die Seite der Netzeitung auf, dudelt ersteinmal eine Microsoft-Werbung los…