Einschaltverweigerung

Gegen den alltäglichen LärmterrorDas Akustische Manifest!!!!!

Monats-Archiv: Januar, 2010

24.01.2010: Ich bin Konsument, will aber trotzdem nicht…

Der Konsument will Musik kaufen und hören, wo immer er ist.

So zitiert die FAZ einen Vodaphone-Manager, der   die Warteschleifen-Beschallung rechtfertigt. Der Artikel endet:

Solcherart überversorgt und orientierungslos, taucht der zum besinnungslosen Konsumenten herabgewürdigte Musikhörer ein ins grenzenlose Reich der Klänge.

Ich kann mir nicht helfen, diese Artikel nennen einen erschreckenden Fakt nach dem Andern, aber sie nennen das Kind nicht beim Namen:

daß es ungesund ist, daß es respektlos ist, daß es manipuliert und daß es einfach eine Riesen-Scheiße ist!

Der Artikel ist lesenswert, aber eben konsequenzlos.

Quelle: http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EB236ADDA9E4F4467B453F75A29B34351~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell vom 24.01.2010

19.01.2010: “Heimatloser Lärmschutz”…

titelt Peter Mühlbauer in der Telepolis einen Artikel über Lärm und dessen politische Verortung:

In fast allen Emissionsschutzanliegen gab es seit den 1970ern Fortschritte: Die Luft ist heute praktisch überall in Deutschland sauberer als vor 30 Jahren, damals tote Gewässer beherbergen essbare Fische und wilde Müllkippen sind weitgehend verschwunden. Nur beim Lärmschutz wurde zwar manches besser – aber noch mehr deutlich schlimmer. Das zeigt sich unter anderem an den Absatzzahlen von Ohropax, die auch in der Krise beständig wachsen.

Tatsächlich ist der Lärmschutz eines der von allen politischen Parteien vernachlässigten Themen. Was möglicherweise auch daran liegt, dass der Bereich auch von den straßenfestkultur- und wohngemeinschaftsmasochismusgeprägten Grünen in seinen mit am wichtigsten Ausprägungen ausgespart wurde. Kritik an solchen Lärmformen ist in der Politik mittlerweile geradezu tabuisiert. Das zeigt sich unter anderem an den von allen politischen Gruppierungen bis hin zu den Freien Wählern bejubelten Plänen, Zivilklagen gegen Ruhestörung durch Jugendliche zu verbieten.

Liest man den Artikel, dann wird klarer, warum Lärm überall geduldet wird, aber gepeinigte Menschen zu Selbsthilfe schreiten…

Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31428/1.html vom 3.11.2009