Einschaltverweigerung

Gegen den alltäglichen LärmterrorDas Akustische Manifest!!!!!

Monats-Archiv: August, 2006

13.08.2006: Liebesleben oder liebes Leben?

da windet sich eine Briefkastendame ziemlich um den heißen Brei herum:

Was tun gegen lautes Liebesleben?

Der kategorische Titel So kanns gehen relativiert das Ganze zwar etwas, aber ich würde der lauten Dame im Treppenhaus einfach einen etwas leiseren (oder langweiligeren?) Liebhaber anraten..

05.08.2006: Stocktaub und stockschwul

das geht zusammen…. der sogenannte Christopher Street Day, seines Sinns entleert und auf mehrere Wochenenden verteilt, damit die Reisetransen auch überall mit den Röckchen wippen können, ist nur noch eine verkommene Werbeveranstaltung für Germanwings etc.

so jedenfalls in Hamburg, wo zudem der Geräuschpegel dieser eigenartigen Fassnachtsveranstaltung im Vergleich zum letzten Jahr um mindestens 30 Dezibel gestiegen ist..

Da wird angeblich für Toleranz geworben oder Toleranz eingefordert, ich fühle mich durch diesen sinnentleerten Lärm nur verärgert.

Bürgerrechte klagt man anders ein, liebe Schwestern und Brüder

02.08.2006: Für die Aufwertung des Akustischen

Der Weg zu einer akustischen Stadtraumgestaltung weist zwei Schwierigkeiten auf. Erstens muss gegen die Dominanz des Visuellen ein Bewusstsein für die akustischen Probleme der Stadt geweckt werden, damit Bauträger und Kommunen Mittel für klanggestalterische Maßnahmen bereitstellen. In deren Umsetzung muss dann konzeptionell damit umgegangen werden, dass die klangliche Gestaltung in viel größerem Maße als die visuelle in die Wahrnehmung eindringt. Bilder kann man durch Abwendung des Blicks ausschalten, aber Töne befallen den Menschen ungehindert. Technologien können Hilfsmittel sein, aber keine Komplettlösung bieten. Gefordert sind hier sensible Konzepte und gestalterische Kompetenz. Dafür müssen zuallererst adäquate Ausbildungswege entwickelt werden

dies schreibt Golo Föllner in dem Dossier “Stadtlandschaften” des Deutschen Goethe-Institutes.

Er ist Musik- und Medienwissenschaftler an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und arbeitet als freier Kurator, u.a. für das Radiokunstfestival RADIO REVOLTEN in Halle/Saale. Er befasst sich mit alltäglichen und künstlerischen Formen von Audiokultur, z.B. in dem Online-Artikel 'Audio Art'.

Eingeleitet wird das Dossier mit dem Statement:

Die Stadt hat ein akustisches Problem. Der hörbare Ausdruck ihrer kulturellen und wirtschaftlichen Aktivität und mithin Lebendigkeit, dieses imposante Dröhnen schlägt in der Wahrnehmung häufig um in bleiernen Lärm, der Menschen krank macht.

02.08.2006: Forum Klanglandschaft

Das Forum Klanglandschaft – FKL befasst sich mit den vielfältigen Klängen und Geräuschen in unserem Alltag. Es arbeitet für eine erhöhte Sensibilität gegenüber der Klangumwelt, möchte dessen Qualität erhöhen und das aktive Zuhören fordern.

Diese Website ist eine Informationsplattform für alle, die sich für die akustische Räume und Klangumwelten interessieren.

Das schaue ich mir genauer an.